Gemeinsame Pressemitteilung der Bürgerinitiativen „Erkrath 21“ und „Naturschutzgemeinschaft Neandertal“

„Grenzen und Möglichkeiten von Bürgermitsprache“: Zu einer Veranstaltung mit diesem Titel hatte die Volkshochschule (VHS) Erkrath in der vergangenen Woche per Pressemitteilung eingeladen. 

Als Dozenten hatte die VHS Alexander Trennheuser gewinnen können, Geschäftsführer vom Verein „Mehr Demokratie NRW“.
„Mehr Demokratie“ ist im November bundesweit bekannt geworden. Die Tagesschau berichtete, als Bundestagspräsident Schäuble zusammen mit Vertretern aller Bundestagsfraktionen das Bürgergutachten, eines von „Mehr Demokratie“ initiierten Bürgerrates entgegen nahm.  Schäuble: „Der Ansatz ist richtig und notwendig ist er auf jeden Fall.“

Schwerpunkt der Veranstaltung in Erkrath sollte die Mitsprache der Bürger während einer Wahlperiode per Bürgerbegehren sein. 
Im vergangenen Jahr waren in Erkrath gleich zwei Bürgerbegehren von einer Ratsmehrheit für ungültig erklärt worden, obwohl jeweils mehr als die dafür notwendigen 2.600 Unterschriften von Erkrather Bürgern vorlagen.

Zwischenzeitlich hatte die VHS die Veranstaltung zwar abgesagt, aber diese Information erreichte leider nicht alle. So standen einige Interessierte vor dem leeren Veranstaltungsraum im Bürgerhaus.
Auf telefonische Nachfragen begründete die VHS die Absage zunächst mit der Raumknappheit in Erkrath, später mit zu wenigen Anmeldungen zur Veranstaltung. Allerdings wurde in der gedruckten Pressemitteilung gar nicht um eine Anmeldung gebeten.
Eine E-Mail an die VHS blieb leider unbeantwortet. Auf Nachfrage von Erkrath21 kannte selbst der Dozent den Grund für die Absage nicht.
 
Die Bürgerinitiativen „Erkrath 21“ und „Naturschutzgemeinschaft Neandertal“ fragen sich: Wieso wurde die Veranstaltung so frühzeitig und mit unterschiedlichen Begründungen abgesagt? 
Warum wurden die beiden Bürgerinitiativen, die in 2017 und 2018 jeweils Bürgerbegehren angestrengt haben, nicht direkt angesprochen?

So entsteht ein ungutes Gefühl, dass mehr Demokratie – jedenfalls in Erkrath – wenig erwünscht ist.
Beide Bürgerinitiativen hoffen sehr, dass es in Erkrath möglich ist, einen kurzfristigen Ersatztermin für die abgesagte Veranstaltung anzubieten.